Geschichte + Vergangenheit

Geschichte

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Bewegte Vergangenheit:
Die spanische Geschichte im Überblick


 
Vorgeschichte bis zur Herrschaft der Mauren
Frühzeit:
Besiedlung der Iberischen Halbinsel bereits in der Altsteinzeit; monumentale Grab- und Kultbauten der Megalithkultur entstehen ab 2400 v.Chr.

1. Jahrtausend v.Chr. bis zur Jahrtausendwende:
Phönizier und Griechen grüden an der Südküste Handelszentren, wie z.B. Gadri (Cádiz), Malaka (Málaga).
Keltische Stämme dringen in das Landesinnere ein und vermischen sich mit den Iberern.
Nach dem Ersten Punischen Krieg erweitern die Karthager ihre Herrschaft, im Zweiten Punischen Krieg verliert Karthago seine spanischen Besitzungen an die Römer.
197 v.Chr.: Errichtung der römischen Provinzen "Hispania citerior" und "Hispania ulterior", um 19 v.Chr. ist ganz Spanien unter römischer Herrschaft, Einverleibung in das Römische Reich durch Kaiser Augustus.
Aus der spanischen Kolonie stammen u.a. der Dichter Seneca sowie die Kaiser Trajan und Hadrian.

Die Zeit nach 100 n.Chr.:
Beginn der Christianisierung der Iberischen Halbinsel.
Während der Völkerwanderung fallen germanische Stämme ein, Toledo wird Hauptstadt des Westgotenreiches.


  Die Herrschaft der Mauren (711 - 1492):
711: Sieg über die Westgoten durch die Araber (Mauren).
756: Errichtung des Emirats von Córdoba, das sich über die ganze Pyrenäenhalbinsel erstreckt.

9./10. Jhdt.:
Die Herrschaft der Araber führt zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Blüte, das orientalisches Wissen beeinflußt das christliche Abendland.
Die Araber sind gegenüber Christen und Juden tolerant; viele Christen treten zum Islam über und übernehmen die arabische Sprache und Sitten.

Die Reconquista:
Die christliche Rückeroberung (Reconquista) schwächt die Herrschaft der Araber.
1212: Sieg der Christen über die Mauren; in weiterer Folge verlieren die Mauren Córdoba, Sevilla und Cádiz.
1230: Ferdinand III. vereinigt die Königreiche León und Kastilien.
1469: Heirat von Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón, der beiden "katholischen Könige); führen dann die "Heilige Inquisition" ein.
1492: Die Araber verlieren ihre letzte Bastion: Durch die Eroberung Granadas endet die Reconquista. Beginn der Verfolgung von Juden und Mauren.
Christoph Kolumbus landet in Amerika und begründet das spanische Weltreich.


  Spanien bis Anfang des 19. Jhdts.:
16. Jhdt.: Spanien wird Weltmacht -- bedingt durch die große Ausdehnung in Europa und in den Kolonien sowie als Zentrum der Gegenreformation.
1516: Der Habsburger Karl V. erbt das Reich und regiert u.a. über Spanien, die Niederlande, Sardinien, Neapel, Sizilien, Mailand und die amerikanischen Kolonien.
1588: Niederlage der spanischen Armada bei Calais und damit Verlust der Seevorherrschaft.
1701 - 1713: Spanischer Erbfolgekrieg zwischen den österreichischen Habsburgern und den französischen Bourbonen. Philipp von Anjou, Enkel von Ludwig XIV., besteigt den Thron.
Im 18. Jhdt. Konsolidierung unter den Bourbonen.
1808: Besetzung Spaniens durch Napoleon; Juntas (Volksregierungen) führen einen Guerillakrieg gegen die Franzosen. 1813: Sieg über die französische Fremdherrschaft.


  Von der Restauration bis zur Zweiten Republik:
Das 19. Jhdt. ist geprägt durch zahlreiche Bürgerkriege, Katalanen und Basken fordern die Autonomie.
1873: Ausrufung der Ersten Republik, Putsch.
1874: Ende der Ersten Republik und Rückkehr zur Monarchie.
1890: Einführung des allgemeinen Wahlrechts.
1898: Spanien verliert seine letzten großen Kolonien (Kuba, Philippinen, Puerto Rico)
1914-1918: Im Ersten Weltkrieg bleibt Spanien neutral.
1923-1930: Militärdiktatur unter General Primo de Riverva; wachsende Opposition im Lande.
1931: Freie Wahlen, Beginn der Zweiten Republik.


  Von der Zweiten Republik bis zum Tode Francos:
1936: Putsch General Francos gegen die Republik.
1936 - 1939: Spanischer Bürgerkrieg. Franco stützt sich als Führer der faschistischen "Falange" auf die Monarchisten und den konservatischen Klerus.
Franco erhält militärische Hilfe von Deutschland, Italien und Portugal, die republikanische Regierung von Mexiko, der Sowjetunion und internationalen Freiwilligenbrigaden. Mehr als 600.000 Menschen sterben, davon 400.000 als Opfer der politischen Morde durch das Franco-Regime.
1939 - 1975: Diktatur Francos, dem Führer (caudillo). Die Katholische Kirche ("Opus Dei"), das Militär und die Großgrundbesitzer haben die Macht im Land.
November 1977: Nach dem Tod Francos wird Spanien eine parlamentarische Monarchie mit König Juan Carlos I. als Staatsoberhaupt.
Baskisch, Katalanisch und Galicisch werden als Lehr- und Amtssprachen anerkannt.


  Die Demokratie:
Ab 1975 werden große Anstrengungen in die Demokratisierung des Landes gesetzt.
1982: NATO-Beitritt; Wahlsieg der Sozialisten, Felipe González ist bis 1996 Ministerpräsident. 1986: Beitritt zur EU
1992: Olympische Spiele in Barcelona, Weltausstellung in Sevilla.


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