Kunst + Kultur

Alhambra

Info
Maurische Kunst:
Glanzleistungen unter dem Halbmond


 
Allgemeines:
Die jahrhundertelange Anwesenheit der Mauren auf der iberischen Halbinsel prägte Kunst und Kultur. Neue Technologien, wertvolles Wissen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften und der Medizin fanden ihren Weg ins Abendland.

Die wichtigsten Merkmale der islamischen Baukunst sind u.a.:
- reich verzierte Hufeisenbögen,
- Stalaktitengewölbe in Kuppeln und Nischen,
- Zwillingsfenster (ajimez),
- Kassettendecken (artesonado),
- glasierte Ziegel (azulejos).

Auffallend ist das Fehlen jeglicher Personendarstellung, da dies der Islam verbietet. Stattdessen sind die Bauwerke mit floralen Ornamente und Koranversen geschmückt.


  Bedeutende Bauwerke:
Moschee von Córdoba (La Mezquita):
Die vom 8. bis 10. Jhdt. erbaute Moschee ist die Hauptmoschee des westlichen Islam. Mit ihren doppelten, rot-weißen Hufeisenbögen , getragen von über 800 Sälen, ist sie das bedeutendste Bauwerk maurischer Kunst in Córdoba.
Nach der Reconquista wurde die Moschee zu einer Kathedrale umgestaltet.

La Giralda in Sevilla:
Der heutige Glockenturm der Kathedrale ist 93 m hoch war und war ursprünglich ein Minarett der maurischen Moschee. Auch hier sieht man ganz typisch die Ziegelbauweise mit geometrischen Reliefs.

Alhambra in Granada:
Die Alhambra ist das wichtigste maurische Profanbauwerk der Spanien.
Die traumhaften Innenhöfe (patios) sind mit Brunnen und Wasserbecken ausgestattet und ist Zeugnis für die Lebensart der Nasriden, die sich bis 1492 als letztes maurisches Herrschergeschlecht in Granada halten konnten.


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