Casa consistorial de Santiago Millas (León, España), situada en el barrio de Arriba. Rodelar, CC BY-SA 4.0

Santiago Millas

Kastilien und León

350Einwohner
39,69 km²Fläche
932 mHöhe
24732Postleitzahl

Santiago Millas ist ein nordspanischer Ort und eine aus dem Hauptort und mehreren Weilern (pedanías) bestehende Gemeinde (municipio) mit 350 Einwohnern (Stand: 2025) in der Comarca Maragatería in der Provinz León in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

02Lage und Klima

Die sechs Dörfer bzw. Weiler der Gemeinde (Barrio de Abajo, Morales del Arcediano, Oteruelo de la Valduerna, Piedralba, Santiago Millas und Valdespino de Somoza) liegen im Osten der Montes de León in Höhen zwischen 900 und 1000 m. Die Entfernung nach Astorga beträgt etwa 10 km (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung; die Stadt León liegt etwa 61 km nordöstlich. Das Klima im Winter ist rau, im Sommer dagegen trocken und warm; Regen (ca. 620 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.

03Bevölkerungsentwicklung

Aufgrund der durch die Mechanisierung der Landwirtschaft und der Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben ausgelösten Landflucht ist die Bevölkerung der Gemeinde seit der Mitte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich rückläufig.

Santiago Millas ist ein nordspanischer Ort und eine aus dem Hauptort und mehreren Weilern (pedanías) bestehende Gemeinde (municipio) mit 350 Einwohnern (Stand: 2025) in der Comarca...

04Wirtschaft

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten die Bewohner der Gemeinde hauptsächlich als Selbstversorger von der Feldwirtschaft und von ein wenig Viehzucht; außerdem verdienten einige von ihnen als Fuhrleute ein wenig Geld. Heute werden viele leerstehende Häuser als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

Museo de la Arriería Ventura Alonso, en el barrio de Arriba de Santiago Millas (León, España).
Ermita del Santo Cristo en el barrio de Abajo de Santiago Millas (León, España).

05Geschichte

Die Römer betätigten sich in der Region als Goldsucher. Westgoten und Mauren haben dagegen keine archäologisch verwertbaren Spuren hinterlassen. Der Ort wird erstmals im Jahr 1334 urkundlich erwähnt; seit dem Mittelalter gehörte das Gebiet um Santiago Millas zur Grundherrschaft (señorio) des Bistums Astorga.

06Sehenswürdigkeiten

Die meist nur eingeschossigen älteren Häuser in den verschiedenen Dörfern wurden allesamt aus Bruchsteinen errichtet; sie haben nur wenige und meist kleine Fenster, die in früheren Zeiten nicht verglast waren, sondern mit hölzernen Läden geschlossen wurden. Einige wenige zweigeschossige Häuser verfügen über einen nach Süden ausgerichteten hölzernen Balkon. Die meist nur einschiffigen Pfarrkirchen und Einsiedeleien (ermitas) waren ebenfalls meist aus Bruchsteinen errichtet und haben in der Regel den Eingang und eine Vorhalle (portico) auf der Südseite und einen Glockengiebel (espadaña) oder sogar einen Glockenturm (campanario) im Westen – ansonsten wurde auf äußeres Dekor weitgehend verzichtet. Im Ort gibt es ein Fuhrwerksmuseum (Museo de la Arriería).

07Persönlichkeiten

Große Verehrung in der Region und darüber hinaus genoss der aus Santiago Millas stammende Santiago Alonso Cordero (1791–1865), genannt Maragato Cordero, nicht nur wegen seines Kampfes gegen die napoleonischen Truppen, sondern weil er in Madrid als Abgeordneter in den Cortes, denen er seit 1836 angehörte, ungeachtet der aktuellen Mode in maragatischer Tracht auftrat.

Santiago Millas · Daten
Provinz
Provinz León
Autonome Gemeinschaft
Kastilien und León
Einwohner
350
Fläche
39,69 km²
Höhe
932 m
Postleitzahl
24732
Website
http://www.aytosantiagomillas.es
Koordinaten
42.3822, -6.1056

Fotos

Ermita de San Miguel, en el barrio de Arriba de Santiago Millas (León, España).
Casa de Santiago Alonso Cordero en el barrio de Arriba de Santiago Millas (León, España).
Piedralba, en el municipio de Santiago Millas (León, España).
Oteruelo de la Valduerna, en Santiago Millas (León, España).
Morales del Arcediano, en Santiago Millas (León, España).

Karte

In der Nähe

Luftaufnahme von Astorga mit Gebäuden und ländlichen Feldern.
Astorga
Provinz León · 10.305 Einwohner

Text basierend auf Wikipedia · Santiago Millas · Daten: Wikidata Q1635252 · Fotos: Wikimedia Commons, siehe die jeweiligen Lizenzen. · CC BY-SA 4.0