Autonome Gemeinschaft Madrid
Colmenarejo ist eine zentralspanische Kleinstadt und eine Berggemeinde (municipio) mit 9.640 Einwohnern (Stand: 2025) im Nordwesten der Autonomen Gemeinschaft Madrid.
Der Bergort Colmenarejo liegt am Südrand der Sierra de Guadarrama gut 40 km nordwestlich der Stadt Madrid in einer Höhe von ca. 870 m; der Klosterpalast des Escorial befindet sich nur etwa 12 km westlich. Das Klima im Winter ist kühl, im Sommer dagegen gemäßigt bis warm; Niederschläge – manchmal auch in Form von Schnee – (ca. 445 mm/Jahr) fallen überwiegend im Winterhalbjahr.
Der seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu verzeichnende Bevölkerungsanstieg ist im Wesentlichen auf die relative Nähe zum Großraum Madrid und den zunehmenden innerspanischen Tourismus zurückzuführen.
Colmenarejo ist eine zentralspanische Kleinstadt und eine Berggemeinde (municipio) mit 9.640 Einwohnern (Stand: 2025) im Nordwesten der Autonomen Gemeinschaft Madrid.
Möglicherweise bereits seit der Antike wurden in der Umgebung Erzminen (hauptsächlich Kupfer) betrieben. In früheren Zeiten lebten die Bewohner des Ortes wie der gesamten Bergregion nahezu ausnahmslos als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Hausgärten; auch Viehzucht wurde betrieben. Mit der Verbesserung der Verkehrsbedingungen (Eisenbahnanbindung, Autobusse) seit den 1850er Jahren ist der Ort als Luftkurort und Sommerfrische immer beliebter geworden.
Kelten, Römer, Westgoten und Mauren haben – mit Ausnahme der Erzminen – keine Spuren hinterlassen; das Gebiet um Colmenarejo diente den Viehherden aus den Tallagen als Sommerweide. Der Ort wurde sehr wahrscheinlich erst im Mittelalter gegründet; im Jahr 1445 wurde er in die gerade erst gegründete königliche Grafschaft Manzanares (Condado del Real de Manzanares) eingegliedert, deren erster Amtsinhaber Iñigo López de Mendoza war.
Die Iglesia de Santiago Apóstol stammt aus dem 16. Jahrhundert; während die Apsis über ein spätgotisches Rippengewölbe verfügt, wird das Kirchenschiff (nave) von einem offenen hölzernen Dachstuhl überspannt. Im Ort befinden sich mehrere Brunnen (fuentes), die auch als Viehtränken (abrevaderos) genutzt wurden. Umgebung Der alte Aulencia-Stausee sowie ein Teil des neuen Almenarejo-Stausees befinden sich auf dem Gemeindegebiet.
Text basierend auf Wikipedia · Colmenarejo · Daten: Wikidata Q1646220 · Fotos: Wikimedia Commons, siehe die jeweiligen Lizenzen. · CC BY-SA 4.0